Anlässlich des Jubiläums marschierten am 16.06.02 in Staßfurt fast 1000 Bergleute aus ganz Deutschland. Ich habe fast alle Vereine am Straßenrand fotografiert und stelle sie hier im Internet vor. Vielleicht erkennt sich der eine oder der andere wieder. Wenn Sie die Bildershow durchlaufen lassen können Sie 35 Bilder sehen. 


Die letzten Kalischächte in der Bodestadt

Der traditionsreiche Kalibergbau zu Staßfurt fand sein Ende mit der Schachtanlage Neustaßfurt VI / VII. Beide Schächte wurden in den Jahren 1912 und 1913 von der privaten Gesellschaft Neustaßfurt als Reserveschachtanlage auf der Nord-Ost Flanke des Staßfurt-Egelner Rogensteinsattels abgeteuft, nachdem die Neustaßfurter Schächte 1 - V auf der Süd-West-Flanke durch Ersaufen verloren gegangen waren.
Schacht VI war bis 470 m abgeteuft worden und diente als Förder- Seilfahrts- und Wetterschacht. Der Schacht VI wurde über Tage mit einer Salzmühle ausgestattet. Die Kalisalzförderung musste auf
Schacht VI 1923 auf Grund der Bestimmungen des Reichskaligesetzes eingestellt werden.
Auf der Schachtanlage wurde bis 1954 nur noch Steinsalz gefordert. Mit der Erschöpfung der Camallitvorräte im Feld der Berlepsch-Maybach Schachtanlage wurde 1955 die Carnallitförderung des Staßfurter Kaliwerkes in das Feld der Neustaßfurter Schächte VI und VII verlagert.
1970 waren auf Schacht VI unter Tage 210 Bergleute tätig.
Die Fordermenge betrug ca. 2.100 t Carnallit pro Tag. Das Kalirohsalz wurde bis zur Einstellung der Förderung auf Schacht VI im Jahre 1972 in der Chlorkaliumfabrik auf dem Achenbach-Schachtgelände verarbeitet.

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