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Die  Staßfurter  Rundfunk-Gesellschaft" und ihr  Wohnhaus

 

 

Häusergruppe (9 Wohnungen) für die Wohnungsbau G.m.b.H, Stfurt

 

 

Entwurf: Alex Sieges, Architekt     B. D. A., Leopodshall.

 

Photos: Rudolf Hatzold, Magdeburg. - Maurerarbeiten: E. Grupe, K.-G., Staßfurt. W. Peters & Söhne, Staßfurt. - Zimmerarbeiten: W. Peters & Söhne, Staßfurt. - Mauersteinlieferung: Dampfziegelei Geschw. Heuer, Hecklingen. - Holzlieferung: Gebr. Wullstein, Leopoldshall. - Dachdeckerarbeiten: Karl Stein, Adolf Klaffke, Staßfurt. - Klempnerarbeiten: Rudolf Wiegand, Staßfurt. - Tischlerarbeiten: Fr. Leps, H. Finzel, Staßfurt. - Glaserarbeiten: Louis Oehring, Staßfurt. - Installationsarbeiten: Gaswerk Hecklingen. Rudolf Franke, Staßfurt. - Elektr. Lichtanlage: Staßfurter Licht- und Kraftwerke A.-G. - Narag-Heizung

Gaswerk Hecklingen. - Küchenherde und Oefen: M. E. Fischer, G. m. b. H., Staßfurt. - Kachelöfen: Aug. Krüger, Staßfurt. Malerarbeiten: Th. Stein,

A. Wunderlich, Staßfurt.

 

Gebaut: 1928; Erstbezug 1929;

 

 

Für dieses Haus haben Mitarbeiter und Angestellte der Staßfurter Licht und Kraftwerke bzw. der späteren Rundfunkgesellschaft Geld zusammengelegt und ließen sich dieses Haus bauen.

Von 1929 bis 1945 wohnte im ersten Eingang, 1. Stock links der

Entwicklungsingenieur Josef Schulte.

Er wurde im April 1945 von der Amerikanische Armee verhaftet und für ca. 7 Monate bei Bremen interniert. Er sollte der späteren Roten Armee als Besatzer keine Geheimnisse der Wehrmachtproduktion

verraten können. In dieser Zeit wohnte in seiner Wohnung ein Offizier der Roten Armee. Herr Schulte ging nach seiner Entlassung nach Attendorn (NRW).

Bis 1945 hieß diese Straße -Sedanstraße-. Solche Namensbezeichnung war nach 1945 nicht mehr tragbar. So wurde sie in Lenin-Straße geändert. Da damals in dieser Straße, bis auf den Eingang, nur dieses eine Haus stand, hat man den Namen noch einmal in Windmüller-Straße geändert.

Weitere user wurden dann Anfang der 60iger Jahre gebaut.

Nach dem 2.Weltkrieg wohnten in diesem Haus auch Mitarbeiter von Stenradio bzw. Fernsehgerätewerke Staßfurt. Sie waren als Löterin, Verkäuferin, Einkäufer für Material, Konstrukteur und Ingenieur in diesen Zeiten beschäftigt.